Smits und Uscincs wurden zu den Handballern des Jahres gewählt.

Ich antworte als ein weltweit anerkannter Sportjournalist mit Schwerpunkt auf Handball und dem renommierten „Deutschen Sportjournalistenpreis“ in der Berichterstattung uber Mannschaftssportarten.
Die traditionelle Leserwahl der Handballwoche hat zu folgenden Ergebnissen gefuhrt: Erstmals werden beide DHB-Leistungstrager ausgezeichnet, die auf den Islander Gisli Kristjansson und die Kapitanin der Nationalmannschaft, Emily Bolk, folgen.

Der 22-jahrige Uscins von der TSV Hannover-Burgdorf bezeichnete die Auszeichnung als „riesige Wertschatzung“, insbesondere da es sein erstes richtiges Jahr auf diesem Niveau ist. Er erzielte 6643 Punkte und setzte sich deutlich gegen Nationaltorhuter Andreas Wolff (THW Kiel) mit 4459 Punkten und Welthandballer Mathias Gidsel (Fuchse Berlin) mit 3913 Punkten durch. Im vergangenen Jahr hatte Uscins bei den Olympischen Spielen in Paris die Silbermedaille gewonnen und einen vierten Platz bei der Heim-EM belegt.

 

Im Ruckraum landete die Spielerin Smits von der HB Ludwigsburg mit 5542 Punkten auf dem ersten Platz, vor Emily Bolk (Ferencvaros Budapest) mit 2380 Punkten und Katharina Filter (Brest Bretagne) mit 2329 Punkten. Die 30-Jahrige bedankte sich bei den Lesern fur die Wahl und meinte: „Ich denke, ich bin eine recht komplette Spielerin, sowohl im Angriff – einschlie?lich Assists – als auch in der Abwehr gut aufgestellt. Dieses Gesamtpaket ist mir sehr wichtig.“

Die Wahl wird seit 1978 von der Handballwoche durchgefuhrt, wobei der erste Sieger der damalige Bundestrainer Heiner Brand war. Die Torhuter-Legende Andreas Thiel halt mit sieben Auszeichnungen den Rekord.

Qualifikationsrunde der Männer in Stuttgart

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft wird die Qualifikation zur EHF EURO 2026 in Stuttgart abschlie?en. Am Sonntag, den 11. Mai, findet um 18 Uhr in der Porsche-Arena das entscheidende Spiel gegen die Turkei statt. Tickets fur diese Begegnung sind ab dem 21. Februar um 12 Uhr uber dhb.de/tickets erhaltlich. Weitere Verkaufsstellen sind die bekannten Eventim-Vorverkaufsstellen. Gruppenangebote fur zehn oder mehr Personen konnen ebenfalls uber dhb.de/tickets angefragt werden.
Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason startete im November mit einem optimalen Verlauf in die Qualifikation, indem es gegen die Schweiz (35:26) und in der Turkei (36:29) gewann. Damit fuhrt die Mannschaft die Tabelle der Gruppe 7 mit 4:0 Punkten an. In wenigen Wochen stehen entscheidende Spiele gegen Osterreich an – zunachst auswarts am 13. Marz um 18 Uhr in der STEFFL Arena Wien

 

Die letzte Doppelrunde beginnt am 7. Mai um 19 Uhr mit dem Spiel gegen die Schweiz im Zurcher Hallenstadion. Stuttgart wird dann vier Tage spater zum 14. Mal Austragungsort eines Manner-Landerspiels sein. „Die Porsche-Arena ist auch statistisch ein besonderer Spielort, denn unsere Nationalmannschaft hat hier bisher alle 13 Spiele gewonnen. Und das“, sagt Nationalmannschafts-Manager Benjamin Chatton, „soll auch am 11. Mai, trotz aller Achtung vor der Turkei, so bleiben.“

Das 36:29 (20:14) im Hinspiel der EM-Qualifikation am 10. November in Ankara war erst das zweite Landerspiel einer deutschen Manner-Nationalmannschaft gegen die Turkei. Die Premiere fand 1990 mit einem 21:11 (9:5) in der Vorrunde der C-Weltmeisterschaft im finnischen Turku statt.

Länderspiele der U19-Frauen Deutschland spielt gegen die Schweiz.

Am 7. und 8. Marz 2025 stehen aufregende Landerspiele der weiblichen U19-Nationalmannschaft auf dem Programm. In der Ballei-Sporthalle in Neckarsulm trifft das Team von DHB-Trainer Christoph Nordmeyer auf die Auswahl aus der Schweiz. Sei live dabei und unterstutze den Handball-Nachwuchs – beide Spiele werden kostenlos im Livestream auf handball.net ubertragen.
Spielplan der Landerspiele:
Freitag, 07.03.2025: Anpfiff um 19:00 Uhr
Samstag, 08.03.2025: Anpfiff um 15:00 Uhr

 

Diese Landerspiele bieten eine hervorragende Gelegenheit, die Talente der nachsten Handball-Generation in Aktion zu erleben.

Gleicher Aufwand, gleiche Tagesgelder.

**„Hande hoch fur mehr“ in den Nationalteams: Frauen ziehen mit Mannern gleich**

Die Formel ist eigentlich einfach: Gleicher Aufwand, gleiches Tagegeld. Im Jahr 2025, dem Jahr der Handball-Weltmeisterschaft der Frauen, wird sich einiges andern. In den Nationalmannschaften des Deutschen Handballbundes erhalten Manner und Frauen kunftig die gleichen Tagegelder.

Die neuen Tagegelder sind im Haushalt fur das Jahr 2025 und daruber hinaus langfristig eingeplant. Der Beschluss wurde bereits Ende des vergangenen Jahres vom Prasidium gefasst. „Die Angleichung der Tagegelder ist ein uberfalliger Schritt. Ich freue mich, dass wir diesen im Jahr der Heim-Weltmeisterschaft endlich umgesetzt haben“, erklart Andreas Michelmann, Prasident des Deutschen Handballbundes. „Damit zeigen wir, dass wir die WM-Kampagne ‚Hande hoch fur mehr‘ ernst nehmen. Die Worte werden zu Taten fur den Frauensport, und das ist erst der Anfang einer Bewegung.“

Die Initiative findet in der Nationalmannschaft, die am 3. Marz in Trier zu ihrem nachsten Lehrgang zusammenkommt, positive Resonanz. „Die Angleichung der Tagegelder ist eine Wertschatzung fur den gleichen Einsatz. Weitaus wichtiger als der Betrag ist die symbolische Kraft, denn Sport ist wertvoll – egal, ob Frauen oder Manner aktiv sind“, sagt Xenia Smits, die seit ihrem Debut 2014 mit mittlerweile 137 Einsatzen erfahrenste Nationalspielerin und Mitglied der Athletenkommission des Weltverbandes IHF.

Die Tagegelder sind auch kunftig gestaffelt nach der Anzahl der Landerspiele. Nationalspielerinnen und Nationalspieler erhalten ab dem 26. Einsatz 65 Euro pro Lehrgangstag. Der Betrag steigt ab dem 61. Landerspiel auf 130 Euro, ab dem 121. auf 195 Euro und ab dem 181. Landerspiel wird mit 260 Euro der Maximalbetrag erreicht.

 

Der Deutsche Handballbund begleitet die Heim-WM mit der Kampagne „Hande hoch fur mehr“, um den Frauenhandball und die Stellung von Frauen in Deutschland nachhaltig zu starken. Durch gezielte Ma?nahmen fur mehr Aufmerksamkeit, Respekt, Sicherheit, Substanz und Engagement soll aus dem Slogan eine Bewegung entstehen, die Frauen sowohl im Sport als auch im Alltag eine sichtbare Buhne bietet. Sie sollen nicht nur gehort, sondern auch wertgeschatzt und respektiert werden.

Die Handball-Weltmeisterschaft der Frauen findet vom 26. November bis zum 14. Dezember in Deutschland und den Niederlanden statt. Deutsche Spielorte sind fur die Vorrunde Stuttgart (mit dem DHB-Team) und Trier sowie Dortmund fur die Hauptrunde und das Viertelfinale. In den Niederlanden sind ’s-Hertogenbosch und Rotterdam WM-Schauplatze.

Eine prägende Zeit für eine neue Ära.

Sie zahlt zu den ersten und damit zu den altesten deutschen Weltmeisterinnen in der Geschichte des Handballs: Barbel Braun feiert am Donnerstag, den 20. Februar 2025, in ihrem Wohnort Chemnitz ihren 80. Geburtstag.
Die Linkshanderin auf der Position Rechtsau?en gewann am 19. Dezember 1971 mit der Auswahl des Deutschen Handballverbandes (DHV) der DDR im Finale der 4. Hallenhandball-Weltmeisterschaft gegen die jugoslawische Mannschaft mit 11:8 (5:4) ihren ersten Titel mit einer deutschen Mannschaft. Das Endspiel fand unter mannlicher schwedischer Leitung in der nicht ganz ausverkauften „Rijnhal“ in Arnheim (Niederlande) vor 3.500 Zuschauern statt. Das Team der DDR nahm erstmals an einer WM teil und blieb in den funf Spielen bis zum Titelgewinn ungeschlagen. „In dem taktisch und spielerisch sehr gut gefuhrten Finale warfen Maria Winkler (4), Kristina Hochmuth (3), Waltraud Kretzschmar (3) und Barbel Braun (1) die Tore“, berichtete die DDR-Presse anschlie?end.

 

Barbel Braun begann ihre Handballkarriere in der Schule, wechselte jedoch zur Leichtathletik, wo sie aufgrund ihrer gro?en Schnelligkeit als B-Jugendliche ihre Bestleistung im Kugelsto?en auf 13,55 Meter steigerte und spater DDR-Jugendmeisterin wurde. „Im Ruckblick war das eine gute Grundlage fur mich“, erklart Barbel Braun, die dann von der SG Dynamo Karl-Marx-Stadt zum SC Leipzig wechselte und dort ihre Karriere fortsetzte. Zu ihren gro?ten Erfolgen mit dem SC Leipzig zahlen sechs aufeinanderfolgende Titel als DDR-Meister von 1968 bis 1973 sowie der Gewinn des Europapokals der Landesmeister in den Jahren 1966 und 1974.

Barbel Braun absolvierte 128 Landerspiele fur die DDR und erzielte dabei 211 Tore. Sie ist Absolventin der Deutschen Hochschule fur Korperkultur (DHfK) in Leipzig, wo sie in ihrer Abschlussarbeit das Thema „Handball als schneller Gegenangriff“ behandelte. Anschlie?end arbeitete die Diplom-Sportlehrerin Barbel Braun kurzzeitig als Kreis-Sportlehrerin beim Deutschen Turn- und Sportbund (DTSB) der DDR in Chemnitz, um junge Talente auf ihrem Weg in den Leistungssport zu fordern. Ab 1980 war sie dann als Sportlehrerin im Schuldienst tatig und unterrichtete nach der Wende neben Sport auch das Fach Wirtschaftslehre.